
Bei Käse exisitieren derzeit noch zwei relevante Herkunftsbezeichnungen. Die Appellation d’Origine Contrôllée (AOC) ist die offizielle französische Herkunftsbezeichnung, die den Ursprung traditioneller französischer Lebensmittel garantiert. Mit dem 1. Mai 2009 startete die Einführung des europäischen Logos AOP (Appellation d’Origine Protegée), das nach und nach das französische Gütezeichen AOC ersetzen wird. Das AOP-Gütezeichen entspricht dem AOC auf europäischem Niveau.
AOC
Das Institut INAO (Institut national des appellations d’origine des vins et des eaux-de-vie) erteilt erteilt das Recht für das Führen eines AOC-Zertifikates. Dabei muss der Produzent eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen:
Nach französischem Recht ist es verboten, Erzeugnisse unter AOC-geschützten Namen herzustellen oder zu verkaufen, wenn sie nicht die geforderten Bedingungen erfüllen. Nicht einmal Namensteile dürfen verwendet werden, was – da viele AOC-Namen einen Zusammenhang mit dem Herstellungsort erkennen lassen – zu der eigenartigen Situation führt, dass andere Hersteller am Ort ohne AOC-Zertifizierung auf ihren Produkten nur die Postleitzahl als Herkunftsangabe führen dürfen.
AOP
Seit 1. Mai 2009 werden Käse-Produkte der gesamten Europäischen Union durch ein neues Logo "Appellation d'Origine Protégée" (geschützte Ursprungsbezeichnung) gekennzeichnet. Die französische Ursprungsbezeichnung AOC für französischen Käse ist damit dem Untergang geweiht.
Mit dieser EU-Richtlinie tragen der französische Roquefort, der italienische Parmigiano Reggiano, der englische Stilton etc. das gleiche Logo. Das soll für Konsumenten in ganz Europa Klarheit über den Herkunftsnachweis eines Produktes bringen.